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Gustav Heinemann - Wanderer zwischen den Parteien
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Die spannende Biographie Gustav Heinemanns. 1949 wurde der Mitbegründer der CDU der erste Innenminister Adenauers, 1969 wurde er als erster SPD-Politiker zum Bundespräsi denten gewählt.Heinemann war ein Politiker, der Kante zeigte. Im Zweifel stellte er seine Überzeugungen über die Parteiräson. Jörg Treffke widmet seinem von Brüchen gekennzeichneten Leben (Heinemann ging durch fünf Parteien) eine eindringliche, fundierte Darstellung, die auch bisher unbekannte Seiten des umstrittenen und zugleich faszinierenden Politikers in den Blick nimmt, wie beispielsweise seine Rolle im "Dritten Reich" oder die geheime Finanzierung der von ihm gegründeten Gesamtdeutschen Volkspartei durch die DDR.Die spannende Biographie Gustav Heinemanns (1899- 1976). Der erste Innenminister Adenauers wurde 1969 als erster SPD-Mann Bundespräsident. Bis heute scheiden sich an ihm die Geister. Für die einen war der Mann, der in seinem Leben durch fünf Parteien ging, ein Wendehals und ein opportunistischer Parteienhopper; für andere war er ein Mann, der Kante zeigte und im Zweifel den Parteiwechsel dem Gewissenswechsel vorzog. »Die Wahrheit ist nicht nach Parteien verschieden. Es muss den Menschen wieder einmal gesagt werden, dass es nicht heißt: so oder so, sondern: Sowohl als auch! Alle haben Recht und Unrecht.« Diese Worte, die der junge Student Gustav Heinemann im Jahr 1920 in sein Tagebuch schrieb, lassen etwas von dem pragmatischen Parteienverständnis erahnen, das für den Politiker Heinemann so kennzeichnend werden sollte. Seine ersten Stationen in der Weimarer Republik hießen Deutsche Demo-kra-tische Partei und Christlich-Sozialer Volksdienst. Noch 1945 ging er zur CDU und wurde nach seiner Zeit als Oberbürgermeister von Essen 1949 Innen-minister im ersten Kabinett Adenauer, das er 1950 aus Protest gegen die sich abzeichnende Wiederbewaffnung verließ. Mit Erhard Eppler u.a. rief er 1951 die »Notgemeinschaft für den Frieden Europas« ins Leben, 1952 zählte er zu den Mitbegründern der Gesamtdeutschen Volkspartei, bevor er 1957 in der SPD seine letzte politische Heimat fand. Von 1966 bis 1969 war er Justiz-minster in der ersten Großen Koalition unter Kiesinger/Brandt, 1969 wurde er zum dritten Präsidenten der Bundesrepublik gewählt.Jörg Treffke widmet dem von Brüchen gekennzeichneten Leben des »Bürgerpräsidenten« und bekennenden Protestanten eine eindringliche Darstellung, die auch bisher unbekannte Seiten Heinemanns in den Blick nimmt, wie z.B. seine Zeit im »Dritten Reich« oder die geheime Finanzierung seiner GVP durch die DDR.

Anbieter: buecher
Stand: 06.06.2020
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Phonetische Poesie, 1 Audio-CD
9,95 € *
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Es begann mit dem Protest gegen den Gebrauch einer Sprache, die Wörter nur noch als Verpackungen kannte. Velemir Chlebnikov, Protagonist der russischen Avantgarde 1913: "Wir haben aufgehört, auf Wortbau und Aussprache der Worte nach grammatischen Regeln zu schauen. Wir haben begonnen, in den Buchstaben Wegweiser für die Wörter zu sehen Vokale verstehen wir als Zeit und Raum, Konsonanten als Farbe, Klang, Duft."Chlebnikov findet sein Material in Vogelstimmen und in Silben, die magisch das Wesen der Dinge zu beschwören unternehmen. Die Silbe bleibt Bauelement der ersten Generation von Lautgedichten, im "Großen Lalula" Morgensterns ebenso deutlich wie in Hugo Balls "Karawane", die 1916 im Cabaret Voltaire ertönte. Erst Raoul Hausmann bringt mit eruptiver Spontaneität die artikulatorische Geste mit ins Spiel und schneidet damit eine Sprachschicht an, die unerschöpflich erscheint, weil sie auf kein konventionelles Zeichensystem bezogen ist. Hausmanns spontane Artikulationsbündel und Kurt Schwitters legendäre Ursonate wurden Vorbild und Anstoß vieler späterer Versuche, insbesondere der Lettristen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris die Lautdichtung neu zu begründen unternahmen. Die Erfindung der elektromagnetischen Aufzeichnung akustischen Materials ermöglichte die Speicherung auch solcher Sprachlaute, die sich bisher als zu differenziert der Notierung entzogen hatten. Das Tonband wurde jedoch sehr schnell vom bloßen Aufzeichner zum Medium sensibelsten Umgangs, genauester Beobachtung und freier Manipulation der Sprache. Erst mit seiner Hilfe konnten winzige Vibrationen erfaßt, Wörter in ihre lautlichen Spektren zerlegt, vielschichtige simultane Kompositionen entworfen werden, die schließlich auch die Großform des Hörspiels einbezogen. Die elektronische Bearbeitung begann die scheinbar stabile Grenze zwischen Sprache und Musik aufzulösen. Komponisten griffen zu sprachlichem Material, Autoren benutzten kompositorische Prinzipien der Musik.Das Spektrum der Experimente dehnt sich seit 20 Jahren [Die Schallplatte erschien 1971 im Luchterhand Verlag] immer weiter aus. Auf dieser Platte können nur bestimmte Sektoren gezeigt werden. Außer acht gelassen wurden aus Raummangel sowohl Texte, die überwiegend semantisch orientiert sind, wie solche, in denen das Sprachmaterial völlig im elektronischen Arbeitsprozeß untergegangen ist. Bernard Heidsieck und Pierre Garnier seien als Vertreter der ersten, die Komponisten der schwedischen Gruppe Fylkingen als solche der zweiten Richtung wenigstens genannt.Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt seit der Initiative der Lettristen offensichtlich bei den französischen Autoren, während die deutschen sich zunächst auf graphische Verfahren des Textexperiments ("konkrete poesie") konzentriert hatten.Noch immer lassen sich im wesentlichen zwei Erkundungsrichtungen unterscheiden: diejenige, die sich jeweils an bestimmten Parametern der gesprochenen Sprache Rhythmus, Semantik, Tonfarbe, Sprechgestik usw. vorantastet und dabei magischen Singsang ebenso gebraucht wie das ironische Puzzlespiel mit in Silben (Wortstämmen) versteckten Bedeutungen (z.B. Cobbing, Jandl, De Vree), und andere, die sich entschlossen des technischen Mediums bedient und die Sprache auf ihre Mikrostrukturen zurück- und dabei über jede vertraute Fassung hinausführt (Chopin, Lora-Totino). Die Grenzerfahrungen, aus denen die sound poetry, die poésie sonore besteht, machen zugleich bewußt, an welcher Art Grenzen Sprache überhaupt verläuft: semantische, phonetische, akustische, rhythmische, rhetorische.Franz Mon

Anbieter: buecher
Stand: 06.06.2020
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Phonetische Poesie, 1 Audio-CD
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Es begann mit dem Protest gegen den Gebrauch einer Sprache, die Wörter nur noch als Verpackungen kannte. Velemir Chlebnikov, Protagonist der russischen Avantgarde 1913: "Wir haben aufgehört, auf Wortbau und Aussprache der Worte nach grammatischen Regeln zu schauen. Wir haben begonnen, in den Buchstaben Wegweiser für die Wörter zu sehen Vokale verstehen wir als Zeit und Raum, Konsonanten als Farbe, Klang, Duft."Chlebnikov findet sein Material in Vogelstimmen und in Silben, die magisch das Wesen der Dinge zu beschwören unternehmen. Die Silbe bleibt Bauelement der ersten Generation von Lautgedichten, im "Großen Lalula" Morgensterns ebenso deutlich wie in Hugo Balls "Karawane", die 1916 im Cabaret Voltaire ertönte. Erst Raoul Hausmann bringt mit eruptiver Spontaneität die artikulatorische Geste mit ins Spiel und schneidet damit eine Sprachschicht an, die unerschöpflich erscheint, weil sie auf kein konventionelles Zeichensystem bezogen ist. Hausmanns spontane Artikulationsbündel und Kurt Schwitters legendäre Ursonate wurden Vorbild und Anstoß vieler späterer Versuche, insbesondere der Lettristen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris die Lautdichtung neu zu begründen unternahmen. Die Erfindung der elektromagnetischen Aufzeichnung akustischen Materials ermöglichte die Speicherung auch solcher Sprachlaute, die sich bisher als zu differenziert der Notierung entzogen hatten. Das Tonband wurde jedoch sehr schnell vom bloßen Aufzeichner zum Medium sensibelsten Umgangs, genauester Beobachtung und freier Manipulation der Sprache. Erst mit seiner Hilfe konnten winzige Vibrationen erfaßt, Wörter in ihre lautlichen Spektren zerlegt, vielschichtige simultane Kompositionen entworfen werden, die schließlich auch die Großform des Hörspiels einbezogen. Die elektronische Bearbeitung begann die scheinbar stabile Grenze zwischen Sprache und Musik aufzulösen. Komponisten griffen zu sprachlichem Material, Autoren benutzten kompositorische Prinzipien der Musik.Das Spektrum der Experimente dehnt sich seit 20 Jahren [Die Schallplatte erschien 1971 im Luchterhand Verlag] immer weiter aus. Auf dieser Platte können nur bestimmte Sektoren gezeigt werden. Außer acht gelassen wurden aus Raummangel sowohl Texte, die überwiegend semantisch orientiert sind, wie solche, in denen das Sprachmaterial völlig im elektronischen Arbeitsprozeß untergegangen ist. Bernard Heidsieck und Pierre Garnier seien als Vertreter der ersten, die Komponisten der schwedischen Gruppe Fylkingen als solche der zweiten Richtung wenigstens genannt.Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt seit der Initiative der Lettristen offensichtlich bei den französischen Autoren, während die deutschen sich zunächst auf graphische Verfahren des Textexperiments ("konkrete poesie") konzentriert hatten.Noch immer lassen sich im wesentlichen zwei Erkundungsrichtungen unterscheiden: diejenige, die sich jeweils an bestimmten Parametern der gesprochenen Sprache Rhythmus, Semantik, Tonfarbe, Sprechgestik usw. vorantastet und dabei magischen Singsang ebenso gebraucht wie das ironische Puzzlespiel mit in Silben (Wortstämmen) versteckten Bedeutungen (z.B. Cobbing, Jandl, De Vree), und andere, die sich entschlossen des technischen Mediums bedient und die Sprache auf ihre Mikrostrukturen zurück- und dabei über jede vertraute Fassung hinausführt (Chopin, Lora-Totino). Die Grenzerfahrungen, aus denen die sound poetry, die poésie sonore besteht, machen zugleich bewußt, an welcher Art Grenzen Sprache überhaupt verläuft: semantische, phonetische, akustische, rhythmische, rhetorische.Franz Mon

Anbieter: buecher
Stand: 06.06.2020
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Ein kleines rotes Buch
28,00 € *
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1967 erschienen die Worte des Vorsitzenden Mao Tse-tung zum ersten Mal auf Deutsch. Im Sog der politischen Ereignisse und der Studentenbewegung wurde das "Rote Buch" mit den zusammengestellten Sinnsprüchen und Parolen des chinesischen Revolutionärs schnell zum Kultobjekt, das als Signalzeichen für eine rebellische Haltung auf Demonstrationen, in Filmen und auf Magazinfotos auftauchte. Doch wurde das Buch auch gelesen oder nur geschwenkt ? Diese Anthologie schildert die Entwicklung der "Mao-Bibel" zum ultimativen revolutionären Accessoire : Dabei wirft sie einen prüfenden Blick auf damalige Lesepraktiken, analysiert den bekannten roten Kunststoffeinband, befragt den Filmemacher Harun Farocki zu seinen Lektüreerlebnissen und beleuchtet die Inszenierungsweisen des roten Bändchens in der Protest- und Popkultur. So wird anhand des ikonischen Artefakts deutlich, wie fließend die Grenzen zwischen Politik und kultureller Repräsentation seit jeher waren.

Anbieter: Dodax
Stand: 06.06.2020
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Wilhelm Tell in Manila
19,80 € *
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Als junger Augenarzt und Romancier kommt José Rizal 1886 nach Deutschland. Noch ist nicht abzusehen, dass er einmal Nationalheld der Philippinen werden wird. Der Archipel am Rand des Pazifiks ist eine Kolonie des Spanischen Weltreichs. Die Kolonialherren erlauben Bildung nur in den eng gesteckten Grenzen jesuitischer Klosterschulen. Und nur die spanische Sprache gilt als Kultur.Weil Rizal in Madrid mit liberalen Ideen hervorgetreten ist, warnt sein Bruder vor der Heimkehr nach Manila. Er empfiehlt die sichere Existenz in Deutschland. Aber er könne etwas für sein Volk tun: In Heidelberg und Leipzig übersetzt Rizal den "Wilhelm Tell" von Friedrich Schiller in seine Muttersprache Tagalog. Die Landschaft verschiebt sich: Auf einer tropischen Insel erheben sich die Alpen. Aus Protest gegen die Untaten Gesslers, gegen die Intriganz der katholischen Kirche werden diese Berge als Vulkane ausbrechen. Am Vierwaldstättermeer kämpfen eingeborene Bauern gegen fremde Vögte, gegen Arbeit in Knechtschaft.Rizals Aufenthalt in Deutschland wird zu einer Reise des Übersetzens. Die Fortbildung in Augenheilkunde an der Heidelberger Klinik, seine Begegnungen mit studentischen Burschenschaften oder Kneipenmädel, seine Gespräche mit Philologen in Berlin oder einem Pfarrer im Odenwald - all dies Neue und Fremde wird verglichen mit der Heimat. Worte müssen gefunden werden in Tagalog, oder Analogien gebildet, wenn die Sachen nicht von einem Ort an den anderen verpflanzt werden können. Übersetzen wird zu einer Arbeit der Hoffnung, dass der Aufstand gegen die Kolonialherren kommt, und zur Entdeckung der Angst, dass Gewalt jede Ordnung vernichtet.Der historische José Rizal kehrt heim. Der Aufstand findet statt. Rizal wird 1896 in Manila wegen Anstiftung zur Rebellion und zum Verrat verurteilt und hingerichtet.Der Roman verwebt Rizals Reisen, seine Begegnungen in Madrid, Paris, Heidelberg, Leipzig und seine Erinnerungen an die philippinische Heimat mit der Geschichte des Schweizer Freiheitshelden Tell, in der Version Schillers und in der Rizals. Dichtung und Dokument werden von Sprache zu Sprache flüssig, eine Flut.Annette Hug, geboren 1970 in der Schweiz, hat in Zürich und Manila Geschichte und Women and Development Studies studiert. Nach Tätigkeiten als Dozentin und Gewerkschaftssekretärin lebt sie heute als freie Autorin in Zürich. Wilhelm Tell in Manila ist ihr dritter Roman.

Anbieter: Dodax
Stand: 06.06.2020
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Fridays for Future
19,90 € *
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Ein Schild sagt mehr als tausend Worte: Die besten Plakate gegen den Klimawandel"Skolstrejk för klimated" - Schulstreik für das Klima. Mit diesem Plakat verleiht ein junges Mädchen vor dem schwedischen Parlamentsgebäude in Stockholm ihrem Unmut über die Untätigkeit von Politik und Gesellschaft in Sachen Klimawandel erstmals Ausdruck. Die damals fünfzehnjährige Greta Thunberg setzt damit eine weltweite Protest-Bewegung in Gang: Fridays for Future. Jeden Freitag demonstrieren zahlreiche Jugendliche für den Klimaschutz und gegen die Umweltzerstörung. Ihre bunten, kreativen, anarchischen und einprägsamen Demoschilder sind in diesem Bildband gesammelt.- Die kreativsten, witzigsten und emotionalsten Protestplakate der Fridays for Future-Demos- Einzigartiger Bildband mit fundiertem Hintergrundwissen: Essays und Beiträge über Erderwärmung, Klimapolitik und die Forderungen der FFF-Bewegung- Inklusive der wichtigsten Reden zum Klimawandel, unter anderem von Greta Thunberg und Luisa Neubauer- Mit QR-Codes zu begleitenden Videos und Websites- Klimafreundlich nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip gedruckt - die Erlöse des Buches gehen an Fridays for FutureHört auf unsere Kinder! Ein flammendes Plädoyer, den Klimawandel zu stoppenDie einzigartige Sammlung dieses Buches, das in Zusammenarbeit mit den Fridays for Future-Aktivistinnen und -Aktivisten entstand, führt die emotionale und politische Tragweite der Bewegung vor Augen. Neben den emotionalen Klimaplakaten kommen Klimaforscher und Experten zu Wort und erklären die Hintergründe und Fakten zum Klimawandel. Mit dabei ist auch ein Beitrag von Boris Herrmann, der Greta Thunberg unter Segeln zum UN-Klimagipfel nach New York brachte. Ein hochemotionales Plädoyer für den Klimaschutz und die Rettung unserer Erde!

Anbieter: Dodax
Stand: 06.06.2020
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Letzte Tage
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Toni, früher DDR-Landesmeister im Boxen, ist ein erfolgreicher Profitrainer: Er formt aus wütenden jungen Männern zukünftige Champions. Boxen ist Tonis Leben, und so schließt er mit dem undurchsichtigen Box-Manager Bornemeyer einen Vertrag. Zu Tonis hoffnungsvollen Talenten zählt Alex. In kurzer Zeit führt er ihn zum Europameistertitel. Zum Champion aufgestiegen, zeigt Alex allerdings im Kampf gegen seinen Herausforderer Schwäche und gibt ohne Not auf. Neben Alex wirkt Rico wie ein jüngerer Bruder. Toni hat ihn schon als 14-Jährigen in sein Camp und in sein Haus geholt. Rico bringt dem väterlichen Trainer grenzenloses Vertrauen entgegen. Die Wut über den frühen Verlust des eigenen Vaters hat er in seinen Fäusten. Doch dann unterbreitet Bornemeyer - selbst unter Druck - Toni einen unsittlichen Vorschlag: Rico soll in einem spektakulären Schaukampf den haushohen Favoriten Alex herausfordern - Bruder gegen Bruder im Kampf um die Europameisterschaft. Millionen Zuschauer sollen das Duell bei einer Fernsehübertragung verfolgen. Es geht um das ganz große Geld. Toni muss sich entscheiden. Soll er seinen Vertrag hinschmeißen, das Boxen, seine Existenz, aufs Spiel setzen? Oder soll er, wie es Bornemeyer von ihm fordert, den überlegenen Alex auf den ungleichen Faustkampf vorbereiten? Er zaudert. Doch hat der Verrat an sich selbst nicht schon viel früher begonnen? Damals, als sein bester Freund nach dessen Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR in Schwierigkeiten geriet? Der Treuebruch an seinen "Söhnen" wird folgen. Es kommt zum Showdown. Sportliche Werte des Rings, Respekt und Fairness, gelten unter Bornemeyers Ägide nicht. Und Toni hat seine Prinzipien längst im Alkohol ertränkt.Im Boxerroman von Matthias Eckoldt ist jeder Satz ein Treffer. Seine Worte kommen wie Boxschläge, kraftvoll und präzise, wenn er die Duelle im Ring beschreibt. Die schwitzenden Körper, die jubelnde Menge, die Spannung, bevor der Gong ertönt, die krachenden Haken. Der Autor weiß, wovon er schreibt: Für seinen Roman recherchierte er auch im Sauerland-Boxstall beim mehrmaligen Trainer des Jahres Ulli Wegner und seinen Boxweltmeistern. Bei eigenen Boxversuchen steckte er manchen Treffer ein. Seine Faszination fürs Boxen ist dabei noch gewachsen. Den Ring sieht er als Arena menschlicher Dramen. So erzählt auch Tonis Geschichte weit mehr als den Aufstieg und Fall einer Trainerlegende. Am Schluss des Romans erlöst Matthias Eckoldt den Leser: Kurz vor dem Finish erlaubt er Toni einen allerletzten Akt der Loyalität.

Anbieter: Dodax
Stand: 06.06.2020
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Buchstabengefühle
17,00 € *
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Buchstabengefühle. Buchstaben fühlen. Geschrieben für alle - als Liebeserklärung, als zärtliche Mahnung, als Protest. Manche werden sich in den Buchstaben widerspiegeln können, andere sich an ihnen reiben. Ein Buch voller geschriebener und gesprochener Poesie - gesellschaftskritisch. direkt. persönlich. heilend.Die Gedichte beschreiben, was Worte, was Buchstaben möglich machen können. Es geht um Wurzeltiefe, es geht um Privilegien, es geht darum, Verantwortung im Herzen zu finden, um Weite, Schweigen und Liebe.Buchstabengefühle ist ein Buch, das kollektive und persönliche Traumata in Buchstaben verwandelt. Die Gedichte und Texte handeln von einer Person, die begonnen hat, Widerwillen zu spüren und zu leben. Selten gereimt, immerzu poetisch begibt sich die Spoken Word-Poetin auf eine Reise dahin, ihre komplexen Diskriminierungs_erfahrungen erfühlbar zu machen.Welche Farbe hat dekolonialisierte Wut? Wie kraftvoll kann die Verbindung zu den Ahnen sein? Wieviel Liebe braucht es, wenn fünfhundertjähriges Schwarzes Trauma in den Knochen lagert? Diese Poesie vermag es zu beantworten. An jeder Ecke sind poetische Berührungspunkte zu finden und Stellen zu entdecken, wo meerestiefer Schmerz sich in Heilung verwandelt.

Anbieter: Dodax
Stand: 06.06.2020
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Phonetische Poesie, 1 Audio-CD
12,80 € *
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Es begann mit dem Protest gegen den Gebrauch einer Sprache, die Wörter nur noch als Verpackungen kannte. Velemir Chlebnikov, Protagonist der russischen Avantgarde 1913: "Wir haben aufgehört, auf Wortbau und Aussprache der Worte nach grammatischen Regeln zu schauen. Wir haben begonnen, in den Buchstaben Wegweiser für die Wörter zu sehen Vokale verstehen wir als Zeit und Raum, Konsonanten als Farbe, Klang, Duft."Chlebnikov findet sein Material in Vogelstimmen und in Silben, die magisch das Wesen der Dinge zu beschwören unternehmen. Die Silbe bleibt Bauelement der ersten Generation von Lautgedichten, im "Großen Lalula" Morgensterns ebenso deutlich wie in Hugo Balls "Karawane", die 1916 im Cabaret Voltaire ertönte. Erst Raoul Hausmann bringt mit eruptiver Spontaneität die artikulatorische Geste mit ins Spiel und schneidet damit eine Sprachschicht an, die unerschöpflich erscheint, weil sie auf kein konventionelles Zeichensystem bezogen ist. Hausmanns spontane Artikulationsbündel und Kurt Schwitters legendäre Ursonate wurden Vorbild und Anstoß vieler späterer Versuche, insbesondere der Lettristen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris die Lautdichtung neu zu begründen unternahmen. Die Erfindung der elektromagnetischen Aufzeichnung akustischen Materials ermöglichte die Speicherung auch solcher Sprachlaute, die sich bisher als zu differenziert der Notierung entzogen hatten. Das Tonband wurde jedoch sehr schnell vom bloßen Aufzeichner zum Medium sensibelsten Umgangs, genauester Beobachtung und freier Manipulation der Sprache. Erst mit seiner Hilfe konnten winzige Vibrationen erfaßt, Wörter in ihre lautlichen Spektren zerlegt, vielschichtige simultane Kompositionen entworfen werden, die schließlich auch die Großform des Hörspiels einbezogen. Die elektronische Bearbeitung begann die scheinbar stabile Grenze zwischen Sprache und Musik aufzulösen. Komponisten griffen zu sprachlichem Material, Autoren benutzten kompositorische Prinzipien der Musik.Das Spektrum der Experimente dehnt sich seit 20 Jahren [Die Schallplatte erschien 1971 im Luchterhand Verlag] immer weiter aus. Auf dieser Platte können nur bestimmte Sektoren gezeigt werden. Außer acht gelassen wurden aus Raummangel sowohl Texte, die überwiegend semantisch orientiert sind, wie solche, in denen das Sprachmaterial völlig im elektronischen Arbeitsprozeß untergegangen ist. Bernard Heidsieck und Pierre Garnier seien als Vertreter der ersten, die Komponisten der schwedischen Gruppe Fylkingen als solche der zweiten Richtung wenigstens genannt.Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt seit der Initiative der Lettristen offensichtlich bei den französischen Autoren, während die deutschen sich zunächst auf graphische Verfahren des Textexperiments ("konkrete poesie") konzentriert hatten.Noch immer lassen sich im wesentlichen zwei Erkundungsrichtungen unterscheiden: diejenige, die sich jeweils an bestimmten Parametern der gesprochenen Sprache Rhythmus, Semantik, Tonfarbe, Sprechgestik usw. vorantastet und dabei magischen Singsang ebenso gebraucht wie das ironische Puzzlespiel mit in Silben (Wortstämmen) versteckten Bedeutungen (z.B. Cobbing, Jandl, De Vree), und andere, die sich entschlossen des technischen Mediums bedient und die Sprache auf ihre Mikrostrukturen zurück- und dabei über jede vertraute Fassung hinausführt (Chopin, Lora-Totino). Die Grenzerfahrungen, aus denen die sound poetry, die poésie sonore besteht, machen zugleich bewußt, an welcher Art Grenzen Sprache überhaupt verläuft: semantische, phonetische, akustische, rhythmische, rhetorische.Franz Mon

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